Wichtige Änderungen für Unternehmen ab 2026
Ab 2026 treten zahlreiche Neuerungen für Unternehmen in Kraft.Hier finden Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten HR-Änderungen:
1. EU-Entgelttransparenzrichtlinie: ab 2026 verpflichtend
Unternehmen müssen geschlechtsneutrale Entgeltstrukturen nachweisen und regelmäßig über ihren Gender Pay Gap berichten
- Prozesse für Gehaltsauskunftsanfragen einrichten
- Gehaltsdaten auf Gleichbehandlung prüfen
- Stellenbewertungen & Gehaltsbänder professionalisieren
- Transparente Kommunikation im Recruiting
2. neue Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ab 01.01.2026
- steigt in der Kranken- und Pflegeversicherung auf 5.812,50 €/Monat (69.750 €/Jahr) und in der Renten- und Arbeitslosenversicherung auf 8.450 €/Monat (101.400 €/Jahr).
- Versicherungspflichtgrenze in der GKV erhöht sich auf 6.450 €/Monat (77.400 €/Jahr).
- sv-freie Förderung der betrieblichen Altersvorsorge steigt von monatlich 322 € auf 338 €
- steuerfreie Förderung der betrieblichen Altersvorsorge steigt von monatlich 644 € auf 676 €
3. Kinderkrankentage 2026: 15 bzw. 30 Tage bleiben bestehen
- Mitarbeitende über Anspruch & Attestpflicht informieren
- einfache digitale Meldestrecken einrichten
4. Dienstwagenüberlassung: Führerschein nur noch einmalig prüfen
- Überlassungsverträge anpassen
- revisionssichere Dokumentation sicherstellen
5. Aktivrente & vereinfachte Weiterbeschäftigung von RentnerInnen
Ab 2026 sollen Rentner:innen bis zu 2.000 € steuerfrei hinzuverdienen dürfen; befristete Weiterbeschäftigung wird flexibler.
- Arbeitsverträge prüfen
- Informationsprozesse aufsetzen
6. Mindestlohn steigt: 2026 auf 13,90 €, 2027 auf 14,60 €
Mit Auswirkungen auf Minijob-Grenzen (603 € / 633 €):
- Lohnabrechnungen & Verträge anpassen
- Führungskräfte & Mitarbeitende informieren
7. Pflicht zur Arbeitszeiterfassung jetzt faktisch verbindlich
- elektronisches Zeiterfassungssystem einführen
- Arbeitszeitmodelle & Richtlinien überarbeiten
- Datenschutzkonforme Speicherung sicherstellen
8. Pendlerpauschale steigt
- Pendlerpauschale erhöht sich dauerhaft auf 38 Cent
- ab dem 1. Kilometer
- auch für Personen mit einer beruflich bedingten doppelten Haushaltsführung relevant
9. EU-KI-Verordnung (AI-Act): neue Pflichten bis 2026/2027
Unternehmen müssen KI-Systeme in Risikoklassen einteilen und strenge Dokumentations- & Transparenzpflichten erfüllen.
- KI-Anwendungen klassifizieren
- Verhaltenskodizes & Nutzungsrichtlinien erstellen
- Betriebsrat einbeziehen
- Schulungen organisieren
- „menschliche Aufsicht“ für KI benennen
Fazit für Personalverantwortliche
Die Jahre 2025/2026 bringen erhebliche regulatorische Veränderungen, die HR-Teams organisatorisch, arbeitsrechtlich und digital betreffen. Besonders relevant sind:
- steigende Lohn- & Transparenzpflichten
- mehr Dokumentation und digitale Prozesse
- neue Anforderungen durch KI-Regulierung
- Pflichten rund um Steuern, Zeitwirtschaft & Beschäftigungsmodelle
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